Eine runde Sache - Zubau in Holzriegelbauweise

Gebäude mit Glasfront und zwei Autos davor
Innovativer Zubau: Mit seinen auffällig „runden Ecken“ soll er an die Form einer Bierkiste erinnern
Großraumbüro mit Säulen und Tischen
Licht durchflutete Arbeitsatmosphäre dank zahlreicher Glaselemente
Mann sitzt an einem Schreibtisch
In einigen Büroräumen sorgt die zum Teil sichtbar gebliebene Holztramdecke für noch mehr Behaglichkeit.
Innovatives Brandschutzkonzept mit Fermacell Powerpanel HD Platten; Fotos: Haidlmair

23.06.2017

Der Firmensitz des innovativen oberösterreichischen Werkzeugbauers Haidlmair konnte um einen dreigeschossigen Neubau vergrößert werden. Aus brandschutztechnischen Gründen kamen auch Produkte des Trockenbauspezialisten Fermacell zum Einsatz.

Inmitten der kleinen Wohlfühlgemeinde Nußbach im Kremstal wurde letztes Jahr das Büro der Firma Haidlmair um einen dreigeschossigen Zubau erweitert. Das Unternehmen ist Technologieführer für Hochleistungs-Spritzgießwerkzeuge; es bietet seinen Kunden u.a. hochwertige Werkzeuge für Logistiksysteme, Getränkekisten und Container.

Der in Holzriegelbauweise errichtete Neubau, der direkt an das bestehende Firmengebäude anschließt und mit diesem auch auf jeder Etage verbunden ist, bietet auf etwa 600 Quadratmetern Platz für die Betriebsleitung, IT und das Qualitätsmanagement. Darüber hinaus beherbergt er Räumlichkeiten für die Bereiche Vertrieb/Projektmanagement und die Konstruktion. Für eine Licht durchflutete Arbeitsatmosphäre sorgen zahlreiche Glaselemente – sowohl in Form von zahlreichen Fenstern als auch in Form von Trennwänden. In einigen Büroräumen sorgt die zum Teil sichtbar gebliebene Holztramdecke für noch mehr Behaglichkeit.

Insgesamt wurden mit dem innovativen Zubau, der mit seinen auffällig „runden Ecken“ an die Form einer Bierkiste erinnern soll, etwa 40 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen.

Nachhaltige Planung
Als Generalunternehmer fungierte das oberösterreichische Holzbauunternehmen Aigner, das gemeinsam mit dem, ebenfalls dort ansässigen, Planungsbüro Heinzelmann den optimalen Ablauf des Projekts gewährleisten konnte. Dem Bauherrn war es besonders wichtig, dass die Wertschöpfung in der Region bleiben sollte. Daher wurde ausschließlich mit Professionisten gearbeitet, die im Umkreis von maximal 40 km zu erreichen waren. Außerdem sollte die Bauzeit möglichst kurz gehalten werden – was letztlich auch gelang: Zwischen Planung und Fertigstellung des Objekts vergingen lediglich sechs Monate. Besonders der Rohbau konnte aufgrund der effizienten Holzriegelbauweise in einer Rekordzeit von knapp 2 Wochen über die Bühne gebracht werden.

Innovative Lösungen
Zu den größten Herausforderungen des Projekts zählten statische und brandschutztechnische Aspekte. „Die Anbindung an das alte Bürogebäude sicherzustellen, war alles andere als einfach. Schließlich mussten sich u.a. die neuen Fußbodenaufbauten bestehend aus teilweise sichtbaren Deckenträgern mit darauf montierter Brandschutzschalung millimetergenau am Altbestand orientieren“, erklärt Projektleiter Ing. Joachim Aigner vom gleichnamigen Holzbaubetrieb in Molln. „Zusätzlich mussten wir das statische Konzept des Neubaus – auf Wunsch des Bauherrn – so skizzieren, dass es zukünftig um mindestens ein Geschoss aufstockbar ist.“

Eine etwa 20 x 11 Meter große Außenwand des neuen Bürogebäudes, die nur 70 cm Luftraum zur anschließenden Produktionshalle bietet und als nicht-brennbare Wand konzipiert war, stellte die handelnden Personen anfangs vor eine besondere Herausforderung. Die Lösung, um den erforderlichen Brandschutzwert von REI 90 zu erreichen, war ein rasch umgesetztes, wirtschaftliches und innovatives Brandschutzkonzept, das unter anderem Fermacell Powerpanel HD Platten beinhaltet, die sehr gute Brandschutzeigenschaften besitzen.

Durch die rein mineralische Zusammensetzung enthalten Fermacell Powerpanel HD Platten keine brennbaren Bestandteile. Sie besitzen den Nachweis der Brandverhaltensklasse A1 gemäß EN 13501-1. Dank einer geeigneten Dämmung erfüllt die Wandkonstruktion mit 2-fach Fermacell Gipsfaserplatten (15 mm) auf der Innenseite und den Powerpanel HD Platten außen die an eine Gebäudeabschlusswand in Holzrahmenbau gestellten Kriterien. Hier wurde die Feuerwiderstandsklasse REI 90 erreicht. Insgesamt kamen etwa 1.500 Quadratmeter Fermacell Powerpanel HD Platten und etwa 1.000 Quadratmeter Fermacell Gipsfaserplatten – auch in Form von Trennwänden – zum Einsatz. „Wir sind mit den Systemlösungen des Trockenbauspezialisten Fermacell sehr zufrieden. Da wir so gute Erfahrungen gemacht haben, werden wir sie sicherlich auch in weiteren geplanten Projekten einsetzen“, so Aigner abschließend.

www.fermacell.at