OÖ. Landespreis für neuen Lehmputz alema

Mann in Anzug mit Urkunde
Der OÖ. Landespreis für Umwelt und Nachhaltigkeit 2017 wurde jetzt in Linz an alema - Geschäftsführer Thomas Eder vergeben
Zwei Männer mit Urkunde in der Hand
Geschäftsführer Thomas Eder (li.) mit Landesrat Rudi Anschober (re.) bei der Preisverleihung
Arbeiter spritzt Lehmputz an die Wand
Lehmputz von alema wird maschinell aufgespritzt
Holzhaus mit Silo im Vordergrund
Neue Maßstäbe setzt die Verarbeitung von Nasslehm aus dem Silo
Zwei Männer in blauem Hemd halten ein Schild
alema-Geschäftsführer Thomas Eder (re.) und Michael Palfi (li.), zuständig für Marketing und Vertrieb - Fotos: alema

16.10.2017

Die Firma alema aus Wels wurde jetzt mit dem „OÖ. Landespreis für Umwelt und Nachhaltigkeit 2017“ ausgezeichnet. Das junge Unternehmen hat einen natürlichen Lehmputz entwickelt, der einen wichtigen Beitrag zum gesunden Wohnen leistet und maschinell verarbeitet wird. Die Entwicklung des Verfahrens wurde im Rahmen eines 18-monatigen Programms von Bund und Land OÖ. gefördert. Das Forschungsprojekt wurde in Kooperation mit wissenschaftlichen Forschungspartnern durchgeführt. Bis Mitte 2017 wurden bereits über 30 Bauvorhaben mit dem Lehmputz der neuen Generation zur vollsten Zufriedenheit der Baufamilien ausgeführt. Aktuell entwickelt alema für den Bodenaufbau Estrich und Schüttungen aus Lehm, erste Pilotbaustellen wurden bereits erfolgreich umgesetzt.

Lehmputz von alema mit Landespreis ausgezeichnet
Ausschlaggebend für die Vergabe des Preises an alema waren für die Fachjury die positiven Umwelt- und Gesundheitsaspekte des innovativen Produkts: Gegenüber herkömmlichen Putzen weist dieser Lehmputz eine Reihe von Vorteilen auf. So kann Lehm wie kein anderer Baustoff die Luftfeuchtigkeit regulieren, ist frei von Allergie auslösenden Stoffen und bindet Luftschadstoffe und Gerüche. Die große Speichermasse dämpft Temperaturschwankungen. Darüber hinaus besteht Lehmputz ausschließlich aus den natürlichen und regionalen Rohstoffen Lehm und Sand, benötigt für die Herstellung kaum Energie und ist vollständig kreislauffähig. Damit ist der Putz nicht nur für die Bewohner, sondern auch für die Umwelt optimal geeignet. „Die Auszeichnung ist eine großartige Bestätigung für unser Bemühen um ein umweltfreundliches und nachhaltiges Bauen“, freut sich Geschäftsführer Thomas Eder.  

Neues Verfahren zur Produktion von Lehmputz entwickelt
Das Verfahren von alema zur Verarbeitung auf Baustellen ist einzigartig: Lehmputz war bislang kein qualitätsgesicherter Baustoff. Das Mischen wurde auf der Baustelle oft in mühsamer Handarbeit erledigt. Auch das Aufbringen erfolgte bisher oft per Hand. Bei der Entwicklung des neuen Verfahrens nahm sich alema moderne Technik aus anderen Branchen zum Vorbild mit dem Ziel, die Qualität des Lehmputzes und dessen Verarbeitung auf ein neues Niveau zu heben. Der Qualitätsbaustoff wird individuell für die jeweilige Baustelle bereits im Werk fertig mit Sand und Wasser gemischt, in einem Silo geliefert und maschinell verarbeitet.  

Die Herstellung erfolgt äußerst energieeffizient, da die aufwändige Trocknung der Lehme bei der Produktion nicht mehr notwendig ist. Damit wird unnötiger Aufwand auf der Baustelle vermieden, Transportwege kurz gehalten und Verpackungsmüll vermieden. „Lehmputzmörtel ist im Gegensatz zu üblichen synthetischen Putzen in nassem Zustand sehr lange lagerfähig. Diese Eigenschaft machen wir uns zunutze und bringen den Lehmmörtel fertig gemischt auf die Baustelle“, erläutert Thomas Eder. „Unser Lehmputz wirkt ohne High-Tech, und das ganz ohne Betriebskosten, Wartung oder Updates - ein Leben lang“, so der Geschäftsführer.  

Lehmputz sorgt für ein gesundes Raumklima
Der Lehmputz von alema wird mit einer Stärke von ca. 20 Millimeter aufgetragen und ist damit deutlich stärker als herkömmlicher Putz. Der ökologische Baustoff und ideal für das Raumklima. Lehm gleicht die Luftfeuchtigkeit besser aus als jeder andere Baustoff und ist frei von Allergie auslösenden Stoffen. Die Fähigkeit zur Regulierung der Luftfeuchtigkeit ist nach jüngsten Forschungsergebnissen 5x besser als bei herkömmlichen Gipsputzen. „Lehmputz wirkt dauerhaft, ohne Betriebskosten und ohne sich darum kümmern zu müssen. Das ist echte Lebensqualität“, so Michael Palfi von alema. Neueste Messungen belegen, dass Lehmputz Schadstoffe aus der Luft bindet. „Viele Baustoffe und Einrichtungsgegenstände geben Schadstoffe wie Formaldehyd oder Phenol ab, deren Konzentration unser Lehmputz maßgeblich reduziert. Darum riecht es in Räumen mit Lehmputz einfach besser“, ergänzt Michael Palfi.  

Weitere Vorteile sind die gute Schalldämmung und ein erhöhter Brandschutz, die große Speichermasse wirkt im Sommer kühlend. "Auch Schimmelbildung an den Wänden ist praktisch ausgeschlossen, denn Lehm dämpft hohe Luftfeuchtigkeit und reduziert so das Risiko von Schimmel an Wärmebrücken", so Michael Palfi.    

Forschungsprojekt von Bund und Land gefördert
Die Entwicklung des Verfahrens wurde im Rahmen eines 18-monatigen Programms von Bund und Land gefördert. Das Forschungsprojekt wurde in Kooperation mit wissenschaftlichen Forschungspartnern durchgeführt. Bis Mitte 2017 wurden schon mehr als 30 Bauvorhaben mit dem neuen alema - Lehmputz zur vollsten Zufriedenheit der Baufamilien ausgeführt. Aktuell entwickelt alema für den Bodenaufbau Estrich und Schüttungen aus Lehm, erste Pilotbaustellen wurden bereits erfolgreich umgesetzt.

Nähere Informationen unter www.alema.at