Steinkogler Aigner Architekten: Wohnqualität mit Aussicht genießen

(c) Steinkogler Aigner Architekten
(c) Steinkogler Aigner Architekten

23.11.2018

Vier neue Doppelhäuser in Holzbauweise von Steinkogler Aigner Architekten wurden in Leonstein fertig gestellt. Der Bauplatz in leichter Hanglage oberhalb einer Geländestufe ist vor allem durch die Aussicht in die Berge
der Oberösterreichischen Voralpen geprägt. Am Übergang von einer durch Einfamilienhäuser geprägten Siedlung zu landwirtschaftlichen Flächen galt es eine ausgewogene Balance zwischen Dichte und Freiraum zu finden.

Jeweils vier der insgesamt acht Häuser gruppieren sich - leicht gedreht angeordnet - um einen kleinen Platz von dem aus sie aufgeschlossen werden. Sie sind behutsam in den Hang gesetzt, um markante Eingriffe ins Gelände zu vermeiden. Jedes Haus teilt sich in zwei gleichgroße Wohneinheiten, die in der Mitte getrennt sind - der Hangneigung folgend ist immer eine Wohneinheit zur anderen vertikal versetzt. Außen zeichnet sich dies jedoch nicht auf den ersten Blick ab, da die Traufe ist umlaufend horizontal verläuft. Erst bei genauerem Hinsehen wird der Niveauunterschied an den Eckfenstern sichtbar. Zudem erzeugt die Abtreppung in Kombination mit der Positionierung der Öffnungen, und die Verdrehung des Walmdachs um 90° eine sanfte Variabilität.

Die Wohneinheiten gliedern sich in ein offenes, freies Erdgeschoss, in dem sich Küche und Wohnräume befinden und in ein Obergeschoss mit drei Zimmern und Bad. Im Grundriss quadratisch, ergibt sich durch die Teilung eine klare Ausrichtung entlang einer Nord-Süd-Achse. Der erdgeschossige Wohnraum öffnet sich jeweils an der äußeren Raumecke zum Garten nach Süden und wahlweise nach Osten oder Westen. Die Setzung der Baukörper eröffnet jedoch allen Haushälften gleichermaßen Ausblicke in verschiedenen Richtungen und schafft gut belichtete Wohnräume.

Die Gebäude wurden aus vorgefertigten Holz-Riegel-Elemente auf einem Kellersockel aus Beton errichtet, und anschließend in Trockenbauweise ausgebaut. Dass es sich um ein Holzgebäude handelt ist lässt sich außen an der grau gestrichenen Lärchenholzfassade und innen an der offenen Tramdecke im Erdgeschoss ablesen. Bei der Vergabe der Aufträge und Auswahl der verwendeten Materialen wurde auf Ökologie, Kreislaufwirtschaft und Lokalität wert gelegt, um auch einen großen Teil der Wertschöpfung in der Region zu halten.